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Herbst 2011

Nach dem Ferienbesuch der Familie Hunger-Haab mit Stargrilleur Dani zog uns das schöne Herbstwetter in die Schweiz für genüssliche drei Wochen, die wir als spanische Touristen per Wagen, Bahn und Schiff erkun-deten: Rundfahrt auf dem Urnersee, Rundfahrt per Seilbahn, Zahnradbahn und Schiff auf den Pilatus. Dazu erwartete uns eine tolle musikalische Vernissage unseres Künstlerfreundes Mathias Rusch im Seedamm-Plaza Pfäffikon und ein erfolgreiches Degu-Treffen mit vielen Olivenöl-Fans aus dem Zürisee-Gebiet in der Seepark-Bar Altendorf. In der Urner Heimat verkauften wir unser Bio-Olivenöl am Altdorfer Wochenmarkt, wo wir einige Freunde und Jahrgänger zu einem kurzen oder längeren Schwatz antrafen. Ein weiterer Höhe-punkt war die Teilnahme an der Blüemliade unserer ZOFINGIA-Bierfamilie im kultur-schwangeren Solothurn- und Bernbiet, die wir mit zusätzlichen Tagen bei unsern Solothurner Freunden André+Eliane verlängerten.

Nachdem Kurt im Rotary Club Uri im Kreise alter Jugend- und Rotaryfreunden einen praxisnahen Vortrag zur spanischen Produktion von Olivenöl hielt, zog es uns auf der Heimreise in den Süden ins Berner Oberland. Von Grindelwald aus bestaunten wir die majestätische Gebirgsgruppe Jungfrau-Mönch-Eiger mit Fahrten aufs Jungfraujoch und die Schynige Platte. Der einbrechende Winter mit Schneeregen vertrieb uns via Hochsavoyen und Route Napoleon an die Côte d’Azur, wo wir unsere Künstlerfreunde Susi+Hans Kramer im Schlossturm-Atelier mitten in Cannes bei der Arbeit bestaunten.

Zurück im heimischen L’Ampolla hiessen wir den Exil-Altdorfer und alten Pfadifreund René Brugger willkommen, der in den bolivianischen Anden zusammen mit 30 Kaffeebauern und viel Idealismus einen Arabica MUNAIPATA-Kaffee zu fairen Preisen anpflanzt und für Röstung und Verkauf in die Schweiz exportiert. Wir haben viele Gemeinsamkeiten als Kaffee- und Olivenöl-Produzenten: beide ernten Baumfrüchte, beides ist vom Besten und für beide gilt es, die Gaumen zu überzeugen!

Frühling 2012

Zu Jahresbeginn unterzog sich Gret der geplanten Hüftgelenkoperation in der nahen Clinica Tortosa, die soweit problemlos verlief aber sie leider von später aufkommenden Druckschmerzen nicht ganz befreite. Dafür hat Gret nach über 40 Jahren aktiver Qualmerei das Rauchen aufgegeben: ohne grosse Ersatzquälerei durch Süssigkeiten, launische Ausbrüche oder rasche Gewichtzunahme hat Gret das seit ihrem Spitalaufenthalt mit eisernem Willen durchgezogen – chapeau! Der mit dem Schweizer Wirt Christian im Restaurant “L’illa” organisierte Fasnachtsabend mit ca. 20 gemütlichen Landsleuten beim speziell kreierten Fasnachtsmenü war auch mit Gret’s Krücken ein Erfolg.

Unsere oekologische Finca hat sich weiter entwickelt mit neuen Sonnenkollektoren für Susi’s Warmwasser- und Bodenheizungs-Aufbereitung – in unserem Hausteil macht das die Gaszentralheizung – und einem Hühnerstall für sechs eierlegende Berg- und Seidenhühner, Monsieur le Coc (el jefe) und einigen Agapornis-Vögeln; nebst den 3 Hunden Pepino, Manchas, Pudeldame Joy und der Katze Triggy wird der Janus-Zoo also jährlich grösser und Susi’s Siesta-Zeit immer etwas kürzer!

Sommer 2012

Bevor wir pensionierten AHV-Bezüger Mitte Juni etwas frühzeitig unsere Schnapszahl 66 feierten, zog es Gret und mich auf eine einwöchige Kreuzfahrt durchs nördliche Mittelmeer via Marseille, Sardinien, Neapel und Rom nach Pisa/Florenz und via Monte Carlo nach Barcelona zurück. Mit der spanischen IBERO CRUCEROS erlebten wir nebst dem Touristenrummel bei den einzelnen Ausflügen ein echt einheimisches Ambiente mit ausschliesslich spanischen Kreuzfahrer! Und am 15. Juni hob unsere FIESTA 66 ab, ein Familienfest auf unserer Finca mit 18 Verwandten und engsten Freunden, die L’Ampolla per Auto oder Flug anpeilten. Rund um den gemütlichen Anlass mit spanischer Live-Musik bei tollstem Wetter wartete ein Aperitivo de Bienvenido im Hotel Flamingo und eine lehrreiche Besichtigung durchs Ebro-Delta mit Bus und Boot auf die CH-Gäste; das grosse Reisanbaugebiet, die Austern- und Muschelzucht und die vielfältige Vogelwelt wussten die Festgemeinschaft zu begeistern!

Ueber die warm-heissen Monate erhielten wir zudem kurze oder mehrtägige Besuche von alten Freunden und Verwandten: ex-Gastwirte Lisbeth+Kurt aus Horgen, der Altdorfer Sportradler und Jugendfreund Walti, der auf seiner 3. Velofahrt-Etappe rund um Spanien bei uns einen kulinarisch-gemütlichen Zwischenhalt machte, mein Bregenzer Göttibueb Maximillian mit seiner Freundin Angelina, die beide in Wien studieren, mein Sohn und Grafik-Designer Marco mit seinem spassigen Jugendfreund Keny, meine Tochter und Psychologin Alexandra mit ihrem äthiopischen Verlobten Ramy, den wir als neuen Schwiegersohn kennen lernten.

Herbst 2012

Ende September zog es uns in die Schweiz, um an der Doktoratsverleihung von Alexandra am Wasserinstitut der ETH ZH teilzunehmen: der Höhepunkt des Jahres mit Dissertations-Verteidigung und Apéro mit ihren beiden Professoren sowie einem gediegenen Mittagessen im engsten Familienkreis! Alexandra arbeitet und lebt seit ihrer Scheidung vor 2 1/2 Jahren für ETH-Wasserprojekte in Addis Abeba und wird in Aethiopien ihre weitere Zukunft aufbauen; so kann ich nebst stolzem Doktorvater und Schwiegervater im kommenden Frühling auch endlich Grossvater werden! Dass Gret und ich an der geplanten Hochzeit und Taufe teilnehmen werden, versteht sich von selbst…

Nach dem unvergesslichen Anlass trieb es uns via Rotzingen und Lauchringen an die Gestade des Bodensees wo wir in Steckborn und Gottlieben mit unsern vertrauten Freunden Mägi+Klaus und Manuela+Dieter einige erholsame Ferientage mit Ausflügen nach Stein a/Rhein und Konstanz verbrachten. Die kurzen Besuche bei unserer Familie Huber in Altdorf und gemütlichen Treffen mit Jungendfreunden Kurti Gisler sowie Franz-Xaver+Ursula Stadler rundeten die Urner Durchfahrt ab, wobei ein Besuch der modernen Inszenierung Schiller’s “Willhelm Tell” nicht fehlen durfte! Leider werden Schiller’s kantige Worte immer mehr in Hintergrund gedrängt durch dramatisch-üppige und effekt-haschende Inszenierungen deutscher Experimentier-Regisseure…

Dank der fachkundigen und einfühlsamen Führung von ex-Hongkonger Freunden Urs+David in Locarno, lernten wir auf unserer Heimfahrt durch den Tessin endlich die herrlichen Seitentäler Centovalli und das Maggiatal kennen, mit Botta’s einfacher Steinkapelle zuhinterst im Tal, Urs Huber’s Steindorf Avegno (Wakker-Preis 1982) und gemütlichen Grottos zum Verweilen; Osso Buco con Polenta lassen grüssen! Nach den zwei Zwischenhalten in Menton (Côte d’Azur) bei den Adliswilern Lisbeth+Jürg und in Pal-Playa (Costa Brava) bei den Altdorfern Seglern Caroline+Gusti, kamen wir gegen Ende Oktober gerade richtig für die diesjährige Olivenernte. Dank der einsatzfreudigen Hilfe unserer Zuger Freunde Esthi+Kari sowie den lieben Nachbarn, haben wir über 1,600 kg Oliven gepflückt und einen feinschmeckenden Ertrag von 265 Lt Olivenöl gewonnen. Die Natur hat es im Gegensatz zum letzten mageren Jahr äusserst gut mit uns gemeint…